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Natalie Cole war im Clan durch den beliebten Song "A little bit of Heaven" vertreten. Hier eine kleien Biographie.



In ihrer Heimat war Natalie Cole nicht erst seit ihrem 1992 mit "Grammies" überhäuften Tribute-Album zu Ehren ihres unvergessenen Vaters Nat "King" Cole ein Star. Seit den 70ern war sie im Showbusineß erfolgreich und verkaufte bis Ende der 90er mehr als 35 Millionen Alben.

Natalie Cole wurde am 6. Febr. 1950 als zweites von fünf Kindern Nat "King" Coles in Los Angeles geboren. Nicht nur der Vater, auch Mutter Maria Cole "vererbte" der Tochter stimmliche Fähigkeiten. Sie hatte in den 40er Jahren bei Duke Ellington als Begleitsängerin gearbeitet. Trotzdem verneinte sie in allen Interviews eigene musikalische Ambitionen. Der frühe Tod ihres Vaters (er wurde nur 45 Jahre alt) im Jahre 1965, wenige Tage nach ihrem 15. Geburtstag, traf sie sehr schwer. Nach einer psychotherapeutischen Behandlung bekam sie ihr Leben allerdings in den Griff und beendete die High School erfolgreich.

N. C. jobbte einige Zeit als Bürogehilfin und Telefonistin bevor sie 1968 ein Psychologie- und Soziologiestudium an der "University of Massachusetts" in Amherst begann. Schon bald fiel sie als engagierte Pazifistin auf und trat sogar der militanten "Black Panther"-Partei bei. In jener Zeit gründete N. C. mit Kommilitonen eine Band, die ab und zu bei Uni-Festen aufspielte. Ihre musikalischen Vorlieben lagen damals noch nicht bei Soul oder Rhythm & Blues, sie bevorzugte Psychedelic Rock und Bluesrock à la Janis Joplin.

1972 bestand sie mit Erfolg ihre Abschlußprüfung in Kinderpsychologie. Der Spaß am Singen ließ sie allerdings doch in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Ihr berühmter Name machte es ihr zunächst schwer, aus dem übermächtigen Schatten ihres Vaters zu treten. Viele Konzertveranstalter interessierte nur die Tatsache, daß sie die Tochter eines legendären Jazzmusikers war. N. C.s gesangliches Talent trat in den Hintergrund. Dank des einfühlsamen und verständigen Managers Kevin Hunter konnte sie schließlich ihre ersten eigenen Schritte auf dem Weg zur Solokarriere gehen.

An einem Valentinstag gab sie dann, daß sie ihren Produzenten Marvin Yancy bereits im Sommer 1976 heimlich geheiratet habe. Ihr gemeinsamer Sohn Robert wurde im Okt. 1977 geboren.

N. C. veröffentlichte nunmehr in fast regelmäßigen Abständen solide Soul-Scheiben, die ihren Ruf als gute Sängerin und Entertainerin in den USA festigten. Nach einem Duoalbum mit dem Soul-Sänger Peabo Bryson ("We're The Best Of Friends"/1980) und der letzten LP für "Capitol" ("Happy Love"/1981) unterzeichnete N. C. Anfang 1982 einen international gültigen Vertrag mit "Epic".

Ihre persönlichen Schwierigkeiten (Scheidung 1980) wirkten sich zu dieser Zeit entscheidend auf die Karriere aus. Sie sagte Konzerte ab und experimentierte mit Drogen. 1983 entschloß sich N. C. zum Entzug. Während ihrer Therapie starb ihr Ex-Mann an einem Herzinfarkt und Engagements oder Plattenverträge waren nicht zu bekommen.

Als der Schnulzensänger Johnny Mathis 1983 ein Tribute-Album zu Ehren ihres Vaters anging, erhielt auch N. C. eine Einladung als "Gaststar". An dieses Projekt mit dem Titel "Unforgettable" sollte sie sich Jahre später wieder erinnern. Erst Ende 1987 war sie wieder auf Erfolgskurs, ausgerechnet mit einem Song aus dem Repertoire ihres Vaters: "When I Fall In Love" stieg in Großbritannien bis auf Platz 4. Ein weiterer Titel aus dem Album "Everlasting" bescherte ihr im Mai 1988 in der Remix-Version einen zweiten, diesmal internationalen Hit: das poppige "Pink Cadillac" aus der Feder von Bruce Springsteen.

Nach einem erneuten Labelwechsel erschien 1989 mit "Good To Be Back" das erste Album für "WEA". Zwei Jahre später wagte sie sich endlich selbst an die Interpretation des Werkes ihres Vaters: In der Tat lag N. C. mit ihrem Projekt goldrichtig. Aus dem reichhaltigen Songfundus Nat "King" Coles wählte sie markante Titel aus den drei großen Karriereetappen ihres Vaters aus: von Swing-Stücken aus den frühen 40ern (z. B. "Straighten Up And Fly Right") bis hin zu eher schlichten Crooner-Songs (z. B. "L-O-V-E"), mit denen "King" Cole einst Jazzfans verprellt hatte. Die Wunder der Technik ermöglichten schließlich gar ein Duett von Vater und Tochter in dem Remake des Titelsongs, im Original ein Hit im Jahre 1951.

Das Tribute-Album kam bei einem breiten Publikum bestens an, überraschenderweise auch bei jungen Käufern. Dieser Erfolg wurde am 25. Febr. 1992 gekrönt, als "Unforgettable..." bei der 34. "Grammy"-Verleihung in sage und schreibe sieben Kategorien gewann. Nach diesem großen Erfolg versuchte N. C. erneut Europa und vor allem Deutschland zu erobern. Mit ihrer Hommage an ihren Vater gelang es ihr mühelos, endlich auch hier die Säle zu füllen.

In das Jahr 1994 fiel Coles erste ernsthafte Schauspielarbeit. Sie trat in der "NBC"-Serie "I'll Fly Away" auf. Außerdem hatte sie die Titelrolle in dem Fernsehfilm "Lily In Winter". Auf der Bühne konnte man sie 1995 in dem Stück "Der Zauberer von Oz" sehen. 1996 kam das Album "Stardust" auf den Markt. Es ist eine Mischung aus klassischen US-Songs ("When I Fall In Love") und bekannten Broadway-Stücken wie "Let's Face The Music And Dance".

Für 1996 kündigte "HBO-Pictures" an, N. C.s Leben zu verfilmen. Obwohl daraus zunächst nichts wurde, stand sie für einen anderen TV-Film vor der Kamera. Mehr als ein Achtungserfolg war der Film "Mit dem Rücken zur Wand", der 1998 im Fernsehen lief (in Deutschland auf "Premiere"). Auch an Benefizveranstaltungen und -konzerten nahm N. C. regelmäßig teil.

Mittlerweile lebte Natalie Cole mit ihrem zweiten Mann, dem Musikproduzenten André Fischer, dessen drei Kindern und ihrem Sohn in Tarzana bei Los Angeles.

Diskographie

"Inseparable" (1975), Capitol "Natalie" (1976), One Way "Unpredictable" (1977), Capitol "Thankful" (1977), Capitol "Natalie...Live!" (1978), Capitol (Doppel-LP) "I Love You So" (1979), Capitol "Don't Look Back" (1980), Capitol "Happy Love" (1981), Capitol "I'm Ready" (1983), Epic "Dangerous" (1985), Modern Records "Everlasting" (1987), Manhattan "Good To Be Back" (1989), WEA "Unforgettable With Love" (1991), WEA "Take A Look" (1993), WEA "Holly And Ivy" (1994) " WEA "Stardust" (1996), WEA

Hits :

This Will Be (1975) Sophisticated Lady (1976) I've Got Love On My Mind (1977) Our Love (1978) These Eyes (1981) A Little Bit Of Heaven (1985) Jump Start (1987) Pink Cadillac (1988) Rest Of The Night (1989) Unforgettable (1991) (m. Nat "King" Cole) L-O-V-E (1991) When I Fall In Love (1997) A Smile Like Yours (1997)