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InhaltBearbeiten

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Der Fund sieben abgehackter Mädchenhände versetzt ganz Houston in Angst und Schrecken. Die junge Ermittlungsexpertin Audrey Maclean wird auf den Fall angesetzt. Eine heiße Spur führt sie in eine psychiatrische Klinik, in der ein geistig verstörter Junge immer am 16. Juli Kinderhände an die Wand malt. Audrey gelingt es, die einzelnen Hände Mädchen zuzuordnen, die just an diesem Tag spurlos verschwanden. Die Indizien deuten auf einen Arzt, dessen Tochter ihre Hände verlor. ===VideoWoche=== Eindeutig hat sich Regisseur Michael Cohn ("F 117 A Stealth-War") für seinen gelungenen und unkonventionellen Thriller bei "Das Schweigen der Lämmer" bedient. Dabei erreicht er zwar die sensationelle Klasse des Vorbilds nicht, für Spannung und Überraschungen ist bei dem sorgfältig aufgebauten Reißer jedoch ständig gesorgt. Ally Walker ("Universal Soldier") fällt positiv auf und wird von Martin Sheen ("Apocalypse Now") und Ron Perlman ("Die Schöne und das Biest") unterstützt. ===Blickpunkt: Film=== Der Fund von sieben abgehackten Mädchenhänden versetzt ganz Houston in Angst und Schrecken. Die junge Ermittlungsexpertin Audrey Maclean wird auf den Fall angesetzt. Düsterer Qualitätskrimi aus dem Kielwasser von "Das Schweigen der Lämmer". ===Kurzbeschreibung=== Ein grausiger Fund stellt die Houstoner Polizei vor ein Rätsel: Die überschwemmte Kanalisation gibt sieben Beutel mit abgetrennten Kinderhänden frei. Die junge Kriminalpsychologin Audrey Macleah wird Polizeichef Swaggert und seiner Spezialeinheit zugeteilt, um den Serienmörder aufzuspüren. Sie ist auf EDV-gestützte Täterprofile und Opferanalysen spezialisiert. Ihre neuen Kollegen belächeln Macleah als weltfremde Theoretikerin, doch trotzdem geht sie mit großem Engagement an jede Spur heran. Mangels wirklicher Anhaltspunkte schickt Swaggert sie in eine psychiatrische Anstalt, wo der hoffnungslos aufgegebene 14jährige Jordan einsitzt, der mit niemanden spricht, jedoch seine Zelle über und über mit Zeichnungen von Händen bemalt. Jedes Jahr gerät Jorden, der unerklärliche Narben an den Handgelenken trägt, in den Tagen vor dem 16. Juli in helle Aufregung. Langsam kann die Psychologin das Vertrauen des verstörten Jugendlichen gewinnen und findet schließlich ein Verhaltensmuster, das sie zu dem Kinder-Mörder führt...


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Drei Jahre bevor Ally Walker (Universal Soldier) die Rolle der Samantha Waters in der TV-Serie Profiler übernahm, spielte sie schon einmal eine Polizeipsychologin, die sich mit der Erstellung von Täterprofilen auseinandersetzt.Als die Polizei von Houston eine Anzahl abgetrennter Kinderhände in der Kanalisation findet, wird die Spezialistin Audrey Macleah hinzugezogen. Die makabren Nummer-Tätowierungen auf diesen Trophäen eines augenscheinlich manischen Kindsmörders führen die Ermittlerin in ein psychiatrisches Krankenhaus. Dort lebt seit Jahren ein Junge, der stets um die Zeit des 16. Juli die Umrisse kleiner Hände an seine Zellenwand kratzt.

Ermordet am 16. Juli wird gemeinhin als Film in der Tradition von Das Schweigen der Lämmer beworben. Dennoch ist er kein Serienkiller-Schocker, sondern eine Schauergeschichte über Wahn und psychologischen Terror. Die Tatsache, dass hier weder ein Staraufgebot zum Einsatz kommt, noch die Geschichte über viele auseinanderliegende Schauplätze ausgeweitet wird, unterstreicht das Gefühl von Beklemmung, die dieser kleine Film dem Zuschauer in seinen besten Szenen einimpft. Michael Cohn, der die drastisch-realistische Gruselvariante von Gebrüder Grimms Schneewittchen mit Sigourney Weaver (Alien) in der Rolle der bösen Stiefmutter drehte, orientiert sich an David Lynch (Lost Highway): statt orchestraler Bombast-Musik sind die Bilder mit düsteren Tonfolgen unterlegt, die eine durchgängige Atmosphäre des Unwohlseins erzeugen. Die Unterhaltungen zwischen der Ermittlerin und dem (stummen) Jungen wirken durch kleine Details verstörender als jegliche Blutspritzerei anderer Genre-Filme.

Natürlich kommt auch diese Geschichte nicht ohne den üblichen Showdown aus, in dem sich die Heldin in der Höhle des Bösewichts zum letzten Kampf stellt. Doch auch hier beweist der Regisseur, was ihm eigentlich am Herzen liegt: Keine Spannung durch ein finales Duell zu erzeugen, sondern die unheimliche Stimmung eines fast klassischen Horror-Filmes zu erschaffen. Die reine Erscheinung von Ron Perlman (Der Name der Rose) leistet hierbei eindrucksvolle Hilfe. --Alexander Röder